Igor, kannst du aus deiner Sicht beschreiben, wie das Tor gefallen ist?
de Camargo: Das Tor muss eigentlich schon früher fallen. Es war ein langer Einwurf von Havard Nordtveit. Martin Stranzl verlängert den Ball. Meinen Kopfball hält der Torwart von Bochum sehr gut. Danach hat Mike Hanke noch die Chance. Dann bekomme ich den Ball noch einmal. Es war ein wunderbares und sehr wichtiges Tor. Und danach ist der ganze BORUSSIA-PARK ausgeflippt (lacht).
Hast du dir die Bilder seitdem noch einmal angesehen?
de Camargo: Ja, ich habe das Tor schon mehrmals gesehen. Das war ein sehr wichtiges Tor. Nicht nur für mich, sondern für den ganzen Verein. Das Tor hat geholfen, Borussia in der ersten Liga zu halten. Und dann fällt es auch noch in der letzten Minute, sogar in der letzten Sekunde. Der Schiedsrichter hat das Spiel ja gar nicht mehr angepfiffen. Und die Freude der Fans zeigt schon, dass das wirklich ein sehr emotionaler Moment war.
Ihr hattet viele Chancen in dem Spiel. Ist es wirklich so, dass man als Spieler bis zur letzten Sekunde daran glaubt, noch erfolgreich zu sein?
de Camargo: Natürlich. Man muss immer daran glauben. Vor allem in diesem Spiel, das eine ganze Saison entscheiden kann. Und deshalb war es natürlich gut, dass wir noch das Tor gemacht haben. Der erste Ball muss eigentlich schon rein. Dass es dann erst der zweite war, ist aber noch besser (lacht).
Hast du in der Situation, als der Ball zu dir kam, überhaupt noch darüber nachdenken können, was du jetzt machst?
de Camargo: Ich habe einfach versucht, den Ball ins Tor zu schießen. Da war auch ein bisschen Glück dabei, dass der Torwart nicht rechtzeitig auf seine Position zurückgekommen ist und ich den Ball genau so vor die Füße bekomme. Gott hat gesagt: Du musst treffen (lacht).
Die gesamte Mannschaft ist nach dem Tor zum Jubeln zu dir gerannt. Wie hast du das erlebt?
de Camargo: Das war einfach nur wunderbar. Es war aber auch ein spezielles Tor.
Das Interview mit Igor de Camargo könnt ihr euch auch im Fohlen.TV ansehen.
Alle Borussia News lesen…



