Im vergangenen Sommer hat der FCK beinahe seine komplette Offensivabteilung mit Leistungsträgern wie Ivo Ilicevic (Hamburger SV) oder Srdjan Lakic (VfL Wolfsburg) abgegeben. Die dafür im Sommer geholten Offensiv-Akteure wie beispielsweise Dorge Kouemaha, Itay Schechter oder der frühere Borusse Olcay Sahan konnten bislang nur selten überzeugen. Kaiserslautern stellte nach der Hinrunde die schlechteste Offensive der Liga (13 Tore), auch ein Grund, weshalb die Pfälzer in der Winterpause noch einmal nachlegten. Die Hoffnungen ruhen seitdem besonders auf Angreifer Sandro Wagner, der von Werder Bremen in die Pfalz wechselte, die Lauterer Torflaute zumindest bislang aber noch nicht beenden konnte. Mit 15 Toren hat der FCK weiterhin die wenigsten Treffer aller Bundesligateams erzielt.

Kaiserslautern schießt zwar wenige Tore, lässt aber auch nur wenige zu. Mit nur 26 Gegentreffern verfügt der FCK über die mit Abstand beste Abwehr der Teams im unteren Drittel der . Wie schwer die Lauterer Abwehr zu knacken ist, bekamen die Borussen im Hinspiel zu spüren, als man sich gegen die kompakte FCK-Defensive lange schwer tat. Letztlich traf in der 58. Minute mit einem Volleyschuss zum 1:0.

Seit elf Bundesligaspielen ohne Sieg

Die Pfälzer stehen ein wenig unter Zugzwang, haben sie doch seit elf Bundesligaspielen nicht mehr gewonnen. Dabei spielten sie sieben Mal unentschieden und verloren vier Partien. In den bisherigen vier Rückrundenspielen holte der FCK zwei Punkte. Am vergangenen verloren die Pfälzer beim FC Bayern München 0:2. Trotzdem behält man in der Pfalz die Ruhe. „Das sind nicht die Spiele, die wir gewinnen müssen, aber natürlich werden die Spiele, in denen wir punkten können, weniger. Mit Gladbach steht uns jetzt eine ähnliche Hausnummer vor der Brust“, sagt Lauterns Kapitän Christian Tiffert, der noch hinzufügt: „Die Gladbacher haben bis jetzt sehr stabil gespielt. Sie stehen hinten gut, verfügen über ein gut organisiertes Mittelfeld und eine gefährliche Offensive.“ Trotzdem glaubt Tiffert, dass gegen den VfL einiges möglich ist: „In der Bundesliga ist jede Mannschaft schlagbar. Ich weiß, dass wir die Qualität haben, um wieder eine Serie zu starten.“

Um diese Serie möglichst schon gegen den VfL zu beginnen, fordert FCK-Trainer Marco Kurz von seiner Mannschaft die Bereitschaft, das Spiel anzunehmen. „Wir müssen unsere Qualität step by step über den Wettkampf erarbeiten. Dazu ist es nötig, mutig aufzutreten. Das ist der Schlüssel, um in die Partie zu finden.“ Man wolle sich nicht zu viel mit dem Gegner beschäftigen, sondern auf sich selbst achten und die eigene Leistung bringen, so Kurz weiter.

Der FCK-Coach kann am Samstag wieder auf Abwehrspieler Jan Simunek zurückgreifen, der seine Adduktorenprobleme auskuriert hat. Auch Mittelfeldspieler Pierre De Wit ist nach seiner Erkältung wieder fit. Dafür fehlen den "Roten Teufeln" neben Alexander Bugera (Knochenhautentzündung) und Dorge Kouemaha (Adduktorenprobleme) auch Itay Shechter wegen einer leichten Muskelverhärtung, die sich der Israeli am vergangenen Samstag in München zugezogen hat. Von den beiden früheren Borussen Oliver Kirch und Olcay Sahan könnte der Letztgenannte gegen den VfL in der Startelf stehen.

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