Mit Ausgaben in Höhe von knapp von 30 Millionen Euro hat das Team von Felix Magath in dieser Transferperiode mehr investiert als jeder andere Bundesligaverein. Satte 8,5 Mio. Euro ließ sich der VfL Wolfsburg beispielsweise den von Verteidiger Ricardo Rodriguez (FC Zürich) kosten. Daneben zahlten die „Wölfe“ 5,8 Millionen Euro für Angreifer Giovanni Sio vom FC Sion. Ebenfalls neu hinzu kamen Petr Jiracek (Viktoria Pilsen), Slobodan Medojevic (FK Vojvodina Novi Sad), Ferhan Hasani (FK Shkendija Tetovo), Vieirinha (PAOK Saloniki), Felipe Lopes (CD Nacional Funchal) und Ibrahim Sissoko (Academica de Coimbra). Im Gegenzug kehrten Alexander Hleb (FC Barcelona, war ausgeliehen), Thomas Kahlenberg (FC Evian), Srdjan Lakic (1899 Hoffenheim, Leihe), Sotirios Kyrgiakos (Sunderland, Leihe), Ja-Cheol Koo (FC Augsburg, Leihe) und Neu-Borusse Tolga Cigerci (Leihe) dem Verein den Rücken.

„Wir haben die Qualität noch einmal gesteigert. Ich bin sicher, dass wir uns nach vorn arbeiten werden“, sagt Magath. „Wenn es in den ersten drei, vier Spielen gut läuft, wird die Kritik an der Einkaufspolitik schnell verstummen“, pflichtet ihm VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh, der auch im Aufsichtsratpräsidium der Fußball GmbH sitzt, bei. Zumindest geben die ersten beiden Rückrundenspiele Grund zur Zuversicht. Zum Auftakt bezwangen die „Wölfe“ den 1. FC Köln 1:0 – kurioserweise erzielte den Siegtreffer in Sebastian Polter ein Spieler aus dem eigenen Nachwuchs. Am vergangenen Wochenende schrammte die Magath-Elf nur knapp an einem Punktgewinn bei Rekordmeister Bayern München vorbei und unterlag unglücklich 0:2.

Drei Neue in der Startelf

Von den Winter-Neuzugängen in die Startelf schafften es auf Anhieb Innenverteidiger Felipe Lopes, Linksverteidiger Ricardo Rodriguez und Mittelfeldspieler Petr Jiracek. Das Tor der Wölfe hütet der wieder erstarkte Diego Benaglio. Rechts verteidigt Nationalspieler Christian Träsch. Offen ist beim Tabellenneunten die zweite Innenverteidigerposition neben Felipe (Marco Russ oder Chris) sowie die zweite Stelle im defensiven Mittelfeld neben Jiracek (Chris, Josué oder Makoto Hasebe). Die offensiven Flügel besetzen in Ashkan Dejagah (rechts) und Marcel Schäfer (links) zwei der dienstältesten VfL-Profis. Im Sturm wird der bislang treffsicherste Wölfe-Angreifer Mario Mandzukic an der Seite von Neuzugang Giovanni Sio erwartet. Verzichten muss Magath heute auf Alexander Madlung (Muskelbeschwerden), Vieirinha (Adduktorenprobleme) und Polak (Knöchelprellung).

Die Hausherren gehen mit großem Respekt in das heutige Heimspiel. „Es überrascht, dass Borussia die Stabilität aus der Endphase der letzten Saison auch in der Hinrunde und jetzt zu Beginn der Rückserie zeigt. Dass sie eine so dominante Rolle spielen, hatte ich nicht erwartet“, zollt Magath der Favre-Elf viel Respekt. Dennoch peilt er mit seiner Mannschaft den dritten Heimsieg in Serie an: „Egal, welcher Gegner kommt: Wir wollen in der Arena unser Spiel durchsetzen. Das ist uns in dieser Saison bislang nicht so schlecht gelungen. Es wird wichtig sein, ein Tor zu erzielen. Denn wenn Gladbach trifft, wird es sehr schwer. Sie sind eine klasse Kontermannschaft, stehen zudem stabil. Es kann sein, dass am Samstag auch Geduld gefragt sein wird.“

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